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15.9.2012 Burgdorfer Pferdemarkt




Gelungener Mix zum Abschied des 196. Pferde- und Hobbytiermarkts

Die Saison ist für dieses Jahr beendet und Pferdeland Burgdorf kann zufrieden auf eine hohe Besucherzahl zurückblicken. Rund 10.000 Besucher besuchten jeweils jeden 3. Samstag von April bis einschließlich September den Pferde- und Hobbytiermarkt. Sowohl bei schönem als auch bei schlechtem Wetter. Es ist den Initiatoren des Burgdorfer Pferdelandes gelungen, mit interessanten und abwechslungsreichen Aktionen das Publikum zu locken. Mal war es eine Fohlenschau, bei dir unterschiedlichen Pferderassen erläutert wurden, mal faszinierten die edlen Hannoveraner vom Zuchthof Prieß mit ihren eleganten Gangarten. Bei jedem Pferdemarkt waren einige Mitglieder der Jägerschaft Burgdorf anwesend, die dem Publikum die Eigenarten des heimischen Wildes erläuterten. Ohne das ehrenamtliche Engagement vieler Mitglieder wäre eine solche Präsentation nicht möglich. Christine Buchholz moderiert seit einigen Jahren fachkundig und freundlich und Barthold Plaß (1. Vorsitzender) sowie Willi Prieß (2. Vorsitzender) sorgen mit ihren freiwilligen Helfern für einen gelungenen Auf- und Abbau.

„Es ist ganz wunderbares Ambiente“, lobte ein Ehepaar aus Burgdorf, das bei milder Herbstsonne und eine Bratwurst genießend, der Moderatorin Christine Buchholz lauschte. Diese stellte zum Abschluss noch einmal alle vor: die Akteure des Reitvereins St. Hubertus Kolshorn, Klaus Kleffmann für die Jägerschaft Burgdorf, Züchter Karl-Heinz Kapieske und Stefanie Sichtermann, die den Zuschauern den Unterschied zwischen therapeutischem Reiten und der Hippotherapie erklärte. Und natürlich wurden ein letztes Mal ein niedliches Appaloosa- sowie ein Norwegerfohlen präsentiert. Das Publikum stand mehrere Reihen dicht hintereinander, reckte die Hälse, um besser sehen zu können und applaudierte bei den Vorführungen. Auch Besucher, die kein Pferd besitzen, aber gerne reiten möchten, hatten die Möglichkeit, sich von den Mitgliedern des Burgdorfer Pferdelandes beraten zu lassen.
Wing Ly sowie Hannah Sichtermann begeisterten beim Schaureiten in der Dressur mit ihren Pferden Timon und Floriane. Es gelang ihnen, alle Figuren synchron zu reiten und das Publikum applaudierte spontan, als beide zur gleichen Zeit in der Mitte des Vierecks zum Stehen kamen. Nur der Kundige weiß, wie schwierig es ist, auf den Punkt genau eine tolle Dressur zu reiten. Das Schaureiten war aber nur der Auftakt etlicher Präsentationen des Hofes Sichtermann in Burgdorf-Weferlingsen.

Therapeutisches Reiten

Stefanie Sichtermann, Physiotherapeutin, Osteopatin sowie Hippotherapeutin, hat auf ihrem Hof insgesamt zwölf Pferde, mit denen sie ganz normales Reiten, aber auch Hippotherapie sowie therapeutisches Reiten anbietet. „Da hat meine Tochter auch mal mitgemacht“, raunte eine Besucherin, als eine Mitarbeiterin vom Hof Sichtermann ein Pferd für das therapeutische Reiten präsentiert. Auf der Tinkerstute sitzt ein Junge mit einem Asberger Syndrom und fängt einen Ball auf, den ihm die Mitarbeiterin zuwirft. „Auf diese Weise“, erläutert Stefanie Sichtermann, „wird die Konzentration und Aufmerksamkeit des Jungen gefördert.“ Er werde selbstbewusster und entwickele mehr Vertrauen gegenüber der Umwelt. „Vom Pferd“, sagt Sichtermann, „gehen beim Reiten mehr als 120 Impulse aus, die dem menschlichen Gangbild entsprechen.“ Daher sei das therapeutische Reiten bereits für Babys ab dem 9. Monat geeignet, weil so Verzögerungen in der motorischen Entwicklung ausgeglichen werden könnten. Beim therapeutischen Reiten stehe nicht die korrekte Hilfengebung und das genaue Reiten von Bahnfiguren im Vordergrund, sondern das Erspüren der Bewegungen des Pferdes. Auch Erwachsene mit physischen und psychischen Erkrankungen würden vom Umgang mit dem Pferd profitieren. Bei der Hippotherapie hingegen, die der Krankengymnastik entspreche, sitze der Patient passiv auf einem im Schritt geführten Pferd. Anders als beim therapeutischen Reiten, müsse der Patient nichts machen. Da das Gangbild des Pferdes im Schritt identisch ist mit dem Gangbild des Menschen, werden dem Gehirn ständig physiologische Bewegungen suggeriert. Dadurch kommt es zum Ausgleich der Muskelspannungen und zum Erlernen nicht oder nicht mehr bekannter Bewegungsabläufe.

Pferdefußball

Mit bunten Bändern, die in die Mähnen der Pferde geflochten waren sowie selbst gemalten Fahnen präsentierten die Kinder und Jugendlichen des Vereins Kolshorn einen spannenden Pferdefußball. Zwei Mannschaften versuchten jeweils, den Petziball in das gegnerische Tor zu befördern. Angefeuert wurden sie dabei von Jana Krummradt, die im Reitverein St. Hubertus Kolshorn mit ihrer Freundin Michaela Hohenstein-Buchholz die Kinder und Jugendlichen trainiert. „Die Kinder sollen das Pferd als Partner erleben“, erläutert die Trainerin und fügt hinzu, dass dabei Spaß und Spiel nicht zu kurz kommen dürften.

Viel Bewunderung erntete Helmut Triebsch für seine selbst gebaute Kutsche, mit der er ein paar Runden über den Platz fuhr. Das engagierte Mitglied im Burgdorfer Pferdeland hatte die offene Kutsche in einem Stil gebaut, wie er vor 100 Jahren üblich war. „Diese Art der Kutsche kenne ich noch aus meiner Kindheit“, sagte eine ältere Besucherin anerkennend und eine andere ergänzt: Ich wusste gar nicht, dass es so etwas noch gibt.“


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